Zeitzeugenarchiv der Minsker Geschichtswerkstatt

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Schnook Albert

Schnook Albert

Gruppe 
Rassistisch Verfolgte (Jude/Jüdin)
Herkunftsland 
Deutschland
Geburtsort 
Rheydt
Beruf 
unbekannt
Deportationsdatum 
1941 November 10
Unterbringung/Inhaftierung 
Minsker Ghetto
Schicksal 
Todesumstände unbekannt
Berichtsart 
Familiengeschichte

Albert Schnook wurde am 2. April 1878 in der niederrheinischen Stadt Rheydt geboren. Seine Eltern waren der Kaufmann Hermann Schnook und seine Frau Rebecca, geb. Heumann. Albert hatte acht Geschwister. Lediglich drei von ihnen konnten mit ihren Familien in der Emigration überleben.

In erster Ehe war Albert Schnook verwitwet, in zweiter geschieden. Er hatte zwei Söhne, vermutlich aus der ersten Ehe: Harry (*1906) und Paul (*1909). Seine dritte Ehefrau Rosa war am 14. September 1885 als Tochter des Zigarrenmachers Isak Bleeck und seiner Frau Julia in Wickrath bei Grevenbroich geboren worden.

Das Ehepaar Schnook wohnte erst ab Mitte 1935 in Düsseldorf im Haus Florastraße 4. Im Adressbuch der Stadt Düsseldorf von 1940 ist hinter dem Eintrag „Schnook, Albert“ kein Beruf verzeichnet. Am Ende desselben Jahres mussten Rosa und Albert Schnook in ein sogenanntes „Judenhaus“ in die Jahnstaße 41 umziehen.

Von dort wurden sie am 10. November 1941 in das Ghetto von Minsk deportiert. Wann und wo sie ermordet wurden, ist unbekannt.

Albert Schnooks Söhne überlebten.

Erstellt von Hildegard Jakobs