Архив свидетелей Минской исторической мастерской

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Krošinskij Grigorij

Krošinskij Grigorij

Группа 
Рассовые преследования
Страна происхождения 
Беларусь
Место рождения 
Minsk
Проф. деятельность  
unbekannt
Лагерь и место 
Minsker Ghetto
Судьба 
Gerettet von den "Gerechten unter den Völkern"
Тип отчета 
Семейная история

Das Vorkriegsleben

Grigorij Krošinskij (Silberglejnt) ist 1932 in Minsk geboren. 1939 starb sein Vater. Zum Zeitpunkt des Überfalls Deutschlands auf die Sowjetunion wohnte er mit seiner Mutter und der dreijährigen Schwester in Minsk.

Das Leben im Ghetto

Die rasche Besetzung von Minsk gab der Familie Krošinskij keine Möglichkeit sich nach Osten zu evakuieren. Letztendlich geriet sie ins Minsker Ghetto. Den Aufenthalt im Ghetto beschreibt Grigorij so: »Das Leben im Ghetto glich dem Leben in der Hölle: wir wurden moralisch und körperlich erniedrigt, geschlagen, man ließ uns verhungern, das Verhalten zu uns war wie zu den Sklaven, wir wurden gezwungen die schwersten Arbeiten zu verrichten. Jede Minute warteten wir auf den Tod, unser Leben war voll von Angst und Entsetzen, wir hatten keine Hoffnung auf die Befreiung. Eine gewöhnliche Praktik der Deutschen war die Leute mit Gewalt oder Betrug in größeren Gruppen zu sammeln, sie aus dem Ghetto an einen entlegenen Ort für den Massenmord zu bringen. So wurde meine Mutter und meine Schwester verschleppt. Das war 1942, als ich sie zum letzten Mal sah.« (Vlad Veren, Anna Povalinsky (Hrsg.): In Memoriam of the Holocaust victims. Never forget, Chicago 2010, S. 22-23.)

Die Flucht aus dem Ghetto

1943 gelang es Grigorij zusammen mit seinen Altersgenossen aus dem Ghetto zu fliehen. Sie versteckten sich lange Zeit im Wald, bis sie Partisanen begegneten. Diese schickten die Kinder ins Dorf Poreč'e, Bezirk Puchoviči. Seit Herbst 1943 bis August 1944 verbargen sie sich da in der Familie von Anton Pavlovič und Fedossija Ivanovna Churs. http://issuu.com/infobook/docs/never_forget?e=1700952/2742987

Das Nachkriegsleben

Nach der Befreiung kehrte Grigorij nach Minsk zurück. Da erfuhr er, dass niemand von seinen zahlreichen Verwandten im Ghetto von Minsk überlebt hatte. Die Einwohnerin von Minsk Rol'nik übernahm die Patenschaft über den verwaisten Grigorij.

1978 emigrierte Grigorij Krošinskij in die USA, wo er auch zurzeit in Chicago lebt.

Zusammengestellt von den Mitarbeitern der Geschichtswerkstatt anhand eines Artikels über Krošinskij Grigorij in: In Memoriam of the Holocaust victims. Never forget, Chicago 2010, S. 22-23.