Архив свидетелей Минской исторической мастерской

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Meyerstein Alfred

Meyerstein Alfred

Группа 
Рассовые преследования
Страна происхождения 
Германия
Место рождения 
Leipzig
Проф. деятельность  
Führer einer Vertretung für „echte und unechte Schmuckwaren“
Дата депортации 
1941 Ноябрь 10
Лагерь и место 
Minsker Ghetto
Судьба 
Todesumstände unbekannt
Тип отчета 
Семейная история

Alfred Meyerstein wurde am 16. April 1884 in Leipzig geboren. 1913 heiratete er Meta Herz (* 26. Januar 1888 in Limburg). Das Ehepaar zog 1918 nach Düsseldorf und wohnte zunächst in der Speldorfer Straße 2 und ab 1920 im Haus Rathausufer 15. Alfred Meyerstein führte hier eine Vertretung für „echte und unechte Schmuckwaren“.

Am 25. Juli 1920 kam Sohn Rolf zur Welt. Rolf besuchte die Volksschule an der Citadellstraße und später das Hohenzollern-Gymnasium (heute: Görres-Gymnasium). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 begann auch für die Meyersteins der wirtschaftliche und gesellschaftliche Abstieg. In der Pogromnacht vom 10. November 1938 wurde ihre Wohnung vollständig verwüstet.

Ende April 1939 ließen Alfred und Meta Meyerstein ihren Sohn schweren Herzens nach England ausreisen. Ihnen selbst gelang die Emigration nicht, den Kontakt zu Rolf konnten sie nur noch über Briefe und Postkarten aufrecht erhalten.

Ende Oktober 1941 erhielt das Ehepaar die Aufforderung, sich am 9. November 1941 im städtischen Gebäude Rather Straße 23 – dem Düsseldorfer Schlachthof – einzufinden. Am Morgen des 10. November 1941 wurden sie vom Güterbahnhof Derendorf ins Ghetto von Minsk deportiert. Sie haben nicht überlebt.

Erstellt von Hildegard Jakobs