Zeitzeugenarchiv der Minsker Geschichtswerkstatt

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Hekler Alois

Hekler Alois

Gruppe 
Rassistisch Verfolgte (Jude/Jüdin)
Herkunftsland 
Österreich
Geburtsort 
Wien
Beruf 
Beamter
Deportationsdatum 
1942 Juni 2
Unterbringung/Inhaftierung 
-
Schicksal 
In Blagowschtschina/Maly Trostinec kurz nach der Ankunft ermordet
Berichtsart 
Familiengeschichte

Alois Hekler wurde am 8.12.1878 in Wien geboren und war dort als Beamter tätig. Im Alter von 40 Jahren heiratete er die am 27.06.1892 geborene Pauline Hekler, geb. Halecek. Ihre erste und einzige Tochter, Rosa, kam am 23. Januar 1919 zur Welt (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Akte 20100/ 04080, Alois Heckler).

Um das Eigentum seiner Familie vor der Beschlagnahmung und damit ihre Existenzgrundlage zu beschützen, überredete er seine Frau Pauline die Scheidungsklage einzureichen. Trotz der offiziellen Scheidung lebte Alois Hekler weiterhin mit seiner Frau und Tochter zusammen. Dieser Zustand blieb beibehalten, bis die NSDAP ihm eine Klage wegen „Rassenschande“ androhte, wenn er das Haus nicht unverzüglich verlassen würde. Zum Auszug gezwungen fand er bei seiner Schwester Unterschlupf. Auch dort kümmerte sich seine geschiedene Ehefrau noch um ihn, indem sie ihn und seine Verwandten mit Lebensmitteln versorgte. Am 2. Juni 1942 wurde Alois Hekler nach Minsk deportiert und im Anschluss ermordet (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Akte 20100/ 04080, Alois Heckler).

Erstellt von Nazim Diehl und Aliaksandr Dalhouski