Zeitzeugenarchiv der Minsker Geschichtswerkstatt

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Pinkus Johanna

Pinkus Johanna

Gruppe 
Rassistisch Verfolgte (Jude/Jüdin)
Herkunftsland 
Deutschland
Geburtsort 
Wronke (Prov. Posen)
Beruf 
unbekannt
Deportationsdatum 
1941 November 8
Unterbringung/Inhaftierung 
Minsker Ghetto
Schicksal 
Todesdatum und -umstände unbekannt
Berichtsart 
Familiengeschichte

Johanna Pinkus, geb. Treitel, geb.14.11.1887 in Wronke (Prov. Posen), deportiert am 8.11.1941 nach Minsk

Herbert Pinkus, geb. 8.3.1917 in Dresden, deportiert am 8.11.1941 nach Minsk

Günther Pinkus, geb.7.11.1918 in Dresden, deportiert am 8.11.1941 nach Minsk

letzte Wohnadresse: Lange Reihe 111

Das jüdische Ehepaar Johanna und Max Pinkus lebte mit seinen Söhnen Herbert und Günther bis zum Umzug nach Hamburg, im Februar 1939, in Dresden. Der Vater, über den nichts weiter bekannt ist, verstarb im August 1937. Was seine Witwe Johanna bewog, mit ihren (fast) erwachsenen Söhnen in die Hansestadt zu ziehen, ist nicht bekannt. Sie wohnten seit 1939 in der Langen Reihe 111 bei Ruth Körbchen, die bereits am 25. Oktober 1941 ins Getto Lodz deportiert worden war. Zwei Wochen später wurden Johanna Pinkus und ihre beiden Söhne nach Minsk in Weißrussland deportiert und gelten seitdem als verschollen, wobei in der Deportationsliste vermerkt ist, dass die Mutter sich freiwillig für den Massentransport gemeldet hatte und damit das Schicksal ihrer Söhne teilte. Für Johanna und ihren Sohn Günther liegen bereits Stolpersteine in Höhe ihrer letzten Wohnadresse in der Langen Reihe, ein weiterer Stein soll auch für Herbert Pinkus am selben Ort verlegt werden.

© Benedikt Behrens

Quellen: 1; 4; 5; StaH, 522-1, Jüd. Gemeinden, 992 e 2 (Deportationslisten).

Diese Biographie entstand im Rahmen des Projektes „Stolpersteine in Hamburg – biographische Spurensuche“ unter Leitung von Dr. Rita Bake (Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg) und Dr. Beate Meyer (Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg).