Abraham ten Bosch wurde am 21. Juni 1881 als Sohn von Jakob ten Bosch und Lena de Groot in Aalten in den Niederlanden geboren.
Im Jahr 1905 eröffnete Abraham einen Malerbetrieb in Bocholt und am 15. September 1908 heiratete er Fanny Katz (*am 11. Juli 1887 in Silixen). Sie bekamen gemeinsam zwei Söhne, Karl Alfred Salomon (*20. Oktober 1909) und Ernst Jakob (*27. Dezember 1911) und eine Tochter, Helene (*3. Oktober 1920). 1936 zog die Familie nach Bremen, wo sie in der Düsternstraße 119 lebte. Hier bemühte sich Abraham ten Bosch, wieder einen Malerbetrieb zu eröffnen, litt jedoch bereits bei Beginn der Neugründung unter den Boykottmaßnahmen gegenüber jüdischen Unternehmern im Deutschen Reich. Bereits 1938 sah er sich gezwungen, seinen Betrieb zu schließen.
Am 9./10. November 1938 wurden alle männlichen Mitglieder der Familie ten Bosch in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht, welches Abraham mit seinen beiden Söhnen zum Jahresende wieder verlassen konnte. Nach der gemeinsamen Rückkehr nach Bremen wanderten seine beiden Söhne aus. Karl ging 1939 nach England und emigrierte von dort aus weiter in die USA. Sein jüngerer Bruder Ernst verließ im selben Jahr das Deutsche Reich in Richtung Palästina. Abrahams Tochter lebte zu diesem Zeitpunkt in Berlin, wo sie seit dem 3. März 1937 am Jüdischen Krankenhaus eine Ausbildung zur Krankenschwester machte. Nachdem die 21-Jährige Tochter Helene erfuhr, dass ihre Eltern am 30. Oktober/1. November 1941 den Bescheid über die Deportation erhielten, kehrte sie nach Bremen zurück, um bei ihrer Familie sein zu können.
Am 18. November 1941 wurden Abraham ten Bosch, seine Frau Fanny und seine Tochter Helene nach Minsk deportiert, wo alle drei ums Leben kamen. Die genauen Umstände des Todes sind nicht bekannt.
Quelle: Klein, Günter: Abraham ten Bosch. Fanny ten Bosch. Helene ten Bosch. In: Christoffersen, Peter (Hg.); Johr, Barbara (Hg.): Stolpersteine in Bremen. Biografische Spurensuche. Bremen 2017, S. 81.