Zeitzeugenarchiv der Minsker Geschichtswerkstatt

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Goldstrom Balbina

Goldstrom Balbina

Gruppe 
Rassistisch Verfolgte (Jude/Jüdin)
Herkunftsland 
Deutschland
Geburtsort 
Exin/Posen
Beruf 
Hausfrau
Deportationsdatum 
1941 November 14
Unterbringung/Inhaftierung 
Minsker Ghetto
Schicksal 
Todesumstände unbekannt
Berichtsart 
Familiengeschichte

Balbina Goldstrom, geb. Jeruchem

* 27. Februar 1882 in Exin/Posen

Julius Goldstrom

* 19. November 1887 in Gowidlino/Westpreußen

Ermelerstraße 6 (heute Straßmannstraße 2), Berlin-Friedrichshain

Der 14. November 1941 sollte eigentlich einer der schönsten und stolzesten Tage im Leben von Julius und Balbina Goldstrom werden: An diesem Freitag heiratete ihre Tochter Wally in Berlin ihren Verlobten Herbert Wolff. Doch die Feierlichkeiten wurden von einem schockierenden Ereignis überschattet: Julius Goldstrom und seine Frau Balbina wurden an diesem Tag ins Ghetto von Minsk verschleppt. Wally Wolff erinnert sich: »Ich war selbst dabei, als meine Eltern abgeholt wurden, und habe sie noch bis zum Polizeirevier begleitet. Von dort kamen sie zur Sammelstelle und dann anschließend zum Abtransport.« Von da an war für Wally Wolff nichts mehr, wie es vorher war. Nur knapp konnte sie dem grausamen Schicksal entgehen, das ihre Eltern erlitten hatten. Doch die Ereignisse vom 14. November 1941 und der vorangehenden wie der darauffolgenden Jahre sollten sie ihr Leben lang begleiten.

Julius Goldstrom wurde am 19. November 1887 im westpreußischen Gowidlino als Sohn von Samuel und Ernestine Goldstrom geboren. Er hatte eine Schwester: Johanna, später verheiratete Abrahamsohn. Wann er seine Geburtsstadt verließ, um nach Berlin zu gehen, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass er vor seiner Hochzeit mit Balbina Jeruchem (* 27. 2. 1882) am 24. März 1910 allein in der Dragonerstraße 4 in Berlin-Mitte lebte. Danach zog er mit Balbina in die Jablonskistraße 31 im heutigen Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Seine Frau erwartete ihr erstes Kind: Wally kam am 26. Oktober 1910 zur Welt. Zwei Jahre später wurde ihr Bruder Alfred geboren (* 12. 10. 1912). Bis 1915 wohnten die Goldstroms in der Jablonskistraße 19. Vermutlich war die alte Wohnung für die inzwischen vierköpfige Familie zu klein geworden. Um 1916, als der Erste Weltkrieg im zweiten Jahr über Europa wütete, zog Julius Goldstrom mit Frau und Kindern nach Exin in Posen. Das kleine Städtchen, in dem Balbina geboren worden war, gehörte zum Landkreis Schubin, der um 1910 etwa 50 000 Einwohner zählte. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung war jüdischen Glaubens. So auch die Familie Goldstrom. Während sich Balbina, die keinen Beruf erlernt hatte, zu Hause um die Kinder kümmerte, sorgte Julius Goldstrom als Kaufmann für die Familie. Im Jahr des Umzugs nach Exin wurde Wally an der örtlichen Mädchenschule eingeschult, die sie bis 1922 besuchte. Anschließend kehrten die Goldstroms nach Berlin zurück. Dort ließen sie sich in einer Erdgeschoss-Wohnung in der Weserstraße 47 im Bezirk Friedrichshain nieder. Wally besuchte fortan das Cecilien-Lyzeum in der Moellendorffstraße 10 in Berlin-Lichtenberg. 1924 verließ Wally die Schule ohne Abschluss und begann eine Lehre zur Modistin bei der deutsch-jüdischen Firma Hermann Tietz in der Leipziger Straße im Bezirk Mitte. Dort lernte sie die Fertigung von Damenkopfbedeckungen. Dieses sehr beliebte Handwerk, das auch unter der Bezeichnung Putzmacherin geläufig war, wurde vor allem von Frauen ausgeübt.

Auch Wallys Vater Julius Goldstrom fand eine Anstellung im Unternehmen Hermann Tietz. Er war in der Filiale am Alexanderplatz als Einkäufer beschäftigt. Die Firma, deren erste Niederlassung bereits 1882 in Gera gegründet worden war, entwickelte sich schnell zu einer der modernsten Kaufhausketten Berlins. Sie bot ihren Kunden ein völlig neues Einkaufserlebnis, wartete sie doch mit einem ungeheuren, branchenübergreifenden Angebot auf, das sich nicht allein auf Textilien beschränkte. Nach und nach wurden weitere Filialen in ganz Berlin eröffnet, und das Unternehmen verfügte schon bald über die größte Verkaufsfläche der Stadt. Für Julius Goldstrom und seine Familie bedeutete die Anstellung im ständig expandierenden Unternehmen Hermann Tietz eine weitgehend sorgenfreie finanzielle Situation: Als Einkäufer und Abteilungsleiter verfügte Julius Goldstrom über ein monatliches Einkommen von etwa 1000 Reichsmark, was für die damaligen Verhältnisse durchaus beachtlich war und den Goldstroms zu einem gewissen gutbürgerlichen Wohlstand verhalf: »Die Familie Goldstrom hat nach meiner Überzeugung in besten wirtschaftlichen Verhältnissen gelebt. Sie waren alles andere als Knauser. Sie waren insbesondere sehr gut gekleidet und haben sich auch, wie ich genau weiss, Reisen mit den Kindern geleistet«, berichtet Marie Richter, eine enge Freundin der Familie. (LABO Berlin, Entschädigungsakte Nr. 71409 (Herbert Wolff), Bl. B107.)

Mit dem guten Verdienst von Julius konnten sich die Goldstroms bald auch eine neue und großzügigere Wohnung leisten. Am 19. Januar 1926 zog Julius Goldstrom mit Balbina und den Kindern in eine Vier-Zimmer-Wohnung in der Straßmannstraße 2 (benannt nach dem jüdischen Mediziner und linksliberalen Kommunalpolitiker Wolfgang Strassmann, 1820-1885) in Berlin-Friedrichshain. Das neue Heim richteten sich die Eheleute geschmackvoll ein: Die Schlafzimmermöbel waren aus heller Eiche gefertigt, die Küche aus weißem Schleiflack. Silberleuchter und wertvolle Ölgemälde zierten die Wände. Im kombinierten Speise- und Wohnzimmer waren Gäste jederzeit willkommen. Das kostbare Silberbesteck reichte für 24 Personen. Ihre Kleidung gaben die Goldstroms zur Reinigung fortan regelmäßig in die Wäscherei und Plätterei von Marie Richter. Der kleine Waschsalon befand sich in der Tilsiter Straße 9 und damit in direkter Nähe zur Wohnung der Goldstroms. Es entwickelte sich eine enge, jahrelange Freundschaft zwischen den Eheleuten und Marie Richter.

Doch das scheinbar sorgenfreie Leben der Familie Goldstrom geriet durch einen familiären Schicksalsschlag ins Wanken: Am 25. September 1926 erlag der gerade erst 13-jährige Sohn Alfred im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde einer Luftröhrenentzündung. Er wurde nur wenige Tage später auf dem Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee beerdigt.

Am 5. September 1928 beendete Wally Wolff ihre Ausbildung bei der Firma Hermann Tietz mit ihrer Gesellenprüfung und war noch bis etwa 1930 im Unternehmen angestellt. Danach begann sie eine Beschäftigung im Putzgeschäft Taube, wo sie bis etwa 1933 arbeitete. Fünf Jahre waren seit ihrer Gesellenprüfung vergangen, und sie durfte sich nun für die Meisterprüfung anmelden, die sie bei ihrem Ausbilder Hermann Tietz ablegen wollte. Doch die Aussichten darauf standen schlecht. Mit dem Amtsantritt Hitlers im Jahr 1933 setzten »Arisierungen« jüdischer Unternehmen im ganzen Reich ein. Das einst jüdische Unternehmen durfte den Namen Tietz nicht mehr führen und hieß fortan Hertie. Als Geschäftsführer wurde der nicht-jüdische Unternehmer Georg Karg eingesetzt. Wally Goldstroms Bewerbung um die Meisterprüfung wurde mit der Begründung, sie sei Jüdin, abgelehnt.

Auch Julius Goldstrom war von den antisemitischen Repressionen betroffen: 1934 oder 1935 wurde er aus »rassischen« Gründen aus der Firma Hertie entlassen und war fortan beim Bauunternehmen Wählisch tätig, wie seine Tochter Wally in ihrem Lebenslauf schreibt. Sein Monatslohn belief sich zu diesem Zeitpunkt auf nur noch 120 Reichsmark – ein drastischer finanzieller Einschnitt für Julius und Balbina Goldstrom, der dazu führte, dass sie in eine kleinere Ein-Zimmer-Wohnung im selben Haus in der Straßmannstraße 2 umziehen mussten. Dieses Haus erhielt nach Hitlers Machtübernahme und der Umbenennung in »Ermelerstraße« (benannt nach dem Berliner Tabak-Unternehmer Wilhelm Ferdinand Ermeler, 1784-1866) die Hausnummer 6. Einen Großteil ihres Hausstandes musste die Familie nach dem Umzug in die kleineren Räumlichkeiten unter Wert verkaufen. Der Erlös des Mobiliars, das ursprünglich mehrere Tausend Reichsmark wert war, belief sich auf gerade einmal 23 Reichsmark, wie sich Wally Wolff später erinnert. Auch sämtliche Wertgegenstände, darunter ein goldener Herrenring mit einem eingefassten Brillanten von einem Karat und wertvoller Schmuck seiner Frau Balbina, musste Julius Goldstrom an die »Städtische Pfandleihanstalt Groß-Berlin« in der Jägerstraße 64 abtreten.

Wally Wolff hatte inzwischen eine neue Beschäftigung gefunden: Seit 1934 arbeitete sie als Modistin bei der Firma Nelson&Co. in der Kommandantenstraße 12 in Berlin-Lichterfelde, deren Inhaber der jüdische Geschäftsmann Grabenheimer war. Von den antisemitischen Übergriffen des letzten Jahres und den sich verschlechternden Lebensbedingungen verunsichert, bemühte sich Wally zu dieser Zeit um ein Visum für Südafrika. Sie erbat ein Empfehlungsschreiben ihres Arbeitgebers, das sie auch erhielt. Dennoch missglückte die Visumsbeschaffung. Wally arbeitete noch bis 1938 bei der Firma Nelson&Co. In ihrem Lebenslauf schreibt sie später: »Diese Arbeit endete am 30. September 1938, weil der jüdische Arbeitgeber der Fa. Nelson&Co. – Herr Grabenheimer – wegen Schwierigkeiten mit der Arbeitsfront schließen musste. […] Von nun an war ich gezwungen, ›schwarz‹ zu arbeiten, da ich als Jüdin keine Anstellung mehr finden durfte, sondern Zwangsarbeit leisten sollte. Jetzt, d. h. etwa ab Ende 1938, gab mir die Fa. Pleiges (Arier) in Berlin Hausarbeit, die jeweils von der Direktrice bei mir abgeholt wurde, da ich in der Firma mich nicht sehen lassen durfte. Durch diese ›Schwarzarbeit‹ verdiente ich wöchentlich um 30 R-Mark.« (LABO Berlin, Entschädigungsakte Nr. 71410 (Wally Wolff), Bl. E18.) Diese Arbeit übte sie unregelmäßig bis etwa 1941 aus und konnte sich so ihren Lebensunterhalt finanzieren.

Die Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerung verschlechterten sich im gesamten Deutsch Reichen rapide. Übergriffe auf jüdische Bürgerinnen und Bürger sowie Festnahmen fanden immer häufiger statt und wurden nahezu allgegenwärtig, auch in den Straßen Berlins. Um 1939 wurde Wally Wolff Augenzeugin von Misshandlungen verhafteter jüdischer Mitbürger, von denen sie so schockiert war, dass sie ernste gesundheitliche Probleme bekam: Im Alter von nur 29 Jahren erlitt sie ihre erste Gallenkolik, die später chronisch werden sollte und ihr lebenslange Schmerzen bereitete. Ihr Vater Julius Goldstrom wurde unterdessen verpflichtet, im Unternehmen Ernst Schlagmann in Berlin-Zehlendorf Zwangsarbeit zu leisten. Er war dort als Abbruch-Arbeiter im Einsatz. In seiner Vermögenserklärung vom 9. November 1941 schreibt er, dass die Firma für den Rückbau von durch Fliegerschäden zerstörten Gebäuden verantwortlich war. Sein Wochenlohn belief sich auf lediglich 40 Reichsmark. Julius kam regelmäßig sehr verschmutzt von der Arbeit nach Hause, wie die Familienfreundin Marie Richter beobachten konnte, da er auf dem Nachhauseweg stets an ihrer Plätterei vorbeikam. Balbina Goldstrom weinte sich häufig bei Marie Richter über ihr schweres Schicksal aus.

Wally Goldstrom wohnte zu dieser Zeit bereits nicht mehr in der elterlichen Wohnung, sondern in der Friedrichstraße 268 bei ihrem Verlobten Herbert Wolff (* 16. 12. 1909), den sie im April 1940 kennengelernt hatte. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum kaufmännischen Lehrling bei der AEG Berlin im Jahr 1927 hatte Herbert Wolff bis 1933 in der Werkzeughandelsabteilung der Firma und später auch in der Abteilung für Drucksachen und Büromaterial gearbeitet. Er galt als pflichtbewusst und fleißig, wie seine ehemalige Kollegin Margareta Froeschle, geb. Synergius, gegenüber dem Entschädigungsamt Berlin bestätigt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Herbert Wolff die Firma verlassen. Seither schlug er sich mit Gelegenheitstätigkeiten durch, bevor er im April 1940 zur Zwangsarbeit beim Mörtelwerk in Berlin-Waidmannslust verpflichtet wurde, wo er bis April 1942 schwerste körperliche Arbeit leistete und täglich Zementsäcke von 1 bis 2 Zentnern Gewicht schleppen musste. Bis zum 16. Januar 1943 war er gezwungen, in den Siemens-Kabelwerken in Berlin-Gartenfeld zu arbeiten. Sein Verdienst reichte in keinster Weise für den Lebensunterhalt. Trotz der tief greifenden Umwälzungen der letzten Jahre fand am 14. November 1941 die Trauung von Herbert Wolff und Wally Goldstrom vor dem Standesamt in Berlin-Mitte statt. Wallys Eltern Julius und Balbina konnten der Hochzeit ihrer Tochter jedoch nicht mehr beiwohnen – es war der Tag ihrer Deportation ins Ghetto Minsk. Balbina hatte bereits Tage vorher mit den Vorbereitungen für den Transport begonnen und die Sachen für sich und ihren Ehemann gepackt. Die Wohnung der Eheleute Goldstrom in der Ermelerstraße 6 war direkt nach ihrer Abholung von der Gestapo versiegelt worden und wurde später für Bombengeschädigte und als Bleibe für Obdachlose verwendet, wie es in einer Akte des Oberfinanzpräsidenten von Berlin heißt. Während des Krieges wurde das Haus schließlich durch einen Bombenangriff zerstört, wie Marie Richter später berichtet.

Im Februar 1943 näherte sich der Stichtag, bekannt als die »Fabrikaktion«, an dem die letzten Jüdinnen und Juden aus Berlin deportiert werden sollten. Wally Wolff lebte zu dieser Zeit bei einer jüdischen Familie zur Untermiete. Ihr Ehemann Herbert war bei Bekannten untergekommen. Als Wally hörte, wie die Gestapo in die Wohnung eindrang und die Tochter der Familie unter Geschrei und Gepolter verhaftete, ergriff sie die Flucht. Obwohl ihr Weglaufen von der Gestapo bemerkt wurde, konnte sie durch einen der zahlreichen Ausgänge des Wohnhauses entkommen und untertauchen. Sie schaffte es zudem, ihren Mann über die Vorkommnisse zu unterrichten, damit auch er sich in Sicherheit bringen konnte. Zwischen März 1943 und Dezember 1944 versteckte sich das Ehepaar Wolff in einer Laube auf dem Grundstück der Eheleute Carl Döge in der Oderbruchstraße 6 in Berlin-Niederschönhausen. Nach der Zerstörung des Verstecks durch einen Bombenangriff fanden Wally und Herbert Wolff im Garten von Gertrud Müller in der Kaiser-Wilhelm-Straße in Berlin-Weißensee Unterschlupf. Um nicht aufzufallen, konnten sich die beiden jedoch nur nachts in den Lauben aufhalten.

Nach Kriegsende fand das Ehepaar Wolff eine Wohnung im Erbeskopfweg 9 in Berlin-Niederschönhausen. Wally durfte 1946 endlich ihre Meisterprüfung als Modistin ablegen und arbeitete für kurze Zeit selbstständig als Putzmacherin im Ostsektor Berlins. Im November 1947 verließ sie gemeinsam mit ihrem Mann Herbert Wolff Deutschland. Nach einem achtmonatigen Aufenthalt in Paris wanderte das Paar nach Quito in Ecuador aus.

Von den dramatischen Ereignissen während der NS-Zeit und der Deportation ihrer Eltern erholte sich Wally Wolff nicht mehr. Wie sie nach dem Krieg von einem Soldaten der Organisation Todt namens Franz Sorbek erfuhr, soll ihr Vater Julius noch eine Zeit lang im Seuchenlazarett des Ghettos Minsk gearbeitet haben, bevor er erschossen wurde. Über den Tod von Wallys Mutter Balbina Goldstrom ist nichts bekannt. Der Schock über diese Nachricht ließ Wally Wolff in schwere Depressionen verfallen. Seit ihrer Ankunft in Quito im August 1948 befand sie sich daher in ständiger ärztlicher Behandlung. Ihr seelischer Zustand verschlechterte sich zusehends, die körperlichen Beschwerden verschlimmerten sich ebenfalls. Auch mehrere Kuren in Deutschland erzielten keine Besserung – im Gegenteil: »Außerdem stellten sich während der letzten Kur im Jahre 1963 sogar vermehrt […] Anfälle ein. Alles deutet auch hier auf ein schwer gestörtes Vegetativum hin, ausgehend von einer seelischen Störung«, wie der Vertrauensarzt der Deutschen Botschaft in Quito, Dr. Kalhöfer, dem Entschädigungsamt Berlin bestätigt. (LABO Berlin, Entschädigungsakte Nr. 71.410 (Wally Wolff))

Wally Wolff verstarb am 8. Juni 1970 aus nicht genannter Ursache in Esslingen am Neckar. Über den Verbleib ihres Mannes Herbert Wolff ist nichts bekannt. Das Paar hatte keine Kinder.

Erstellt von Jördis Lüdke