Zeitzeugenarchiv der Minsker Geschichtswerkstatt

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Penzias Wanda

Penzias Wanda

Gruppe 
Rassistisch Verfolgte (Jude/Jüdin)
Herkunftsland 
Österreich
Geburtsort 
Lemberg
Bildung 
Dr. med.
Beruf 
Medizinerin
Deportationsdatum 
1942 Mai 11
Unterbringung/Inhaftierung 
-
Schicksal 
Am 11. Mai 1942 in Blagowschtschina/Maly Trostinec ermordet
Berichtsart 
Familiengeschichte

Wanda Penzias kam am 27.9.1881 als Tochter von Sophie, geb. Schwarz, und Moritz Penzias in Lemberg zur Welt. Dort besaß und betrieb ihr Vater eine Bierbrauerei. Wanda Penzias hatte fünf Geschwister, Arthur, Albert, Emil, Olga und Gisela. Dr. Wanda Penzias maturierte im Jahr 1902 am zweisprachigen (Deutsch und Polnisch) Zweiten Ober-Gymnasium Lemberg und ging danach dem Studium der Medizin nach. Sie war einer der ersten Studentinnen an der Universität Wien, die Medizin studierten (Barton, Waltraud (Hg.): Maly Trostinec – Das Totenbuch. Den Toten ihre Namen geben, 2015, S. 489).

Wanda Penzias Schwester Gisela Penzias kam am 27.9.1886 in Lemberg zur Welt. Im Jahr 1908 maturierte sie in Wien. Danach studierte sie Jus und Philosophie und schloss beides mit einer Dissertation ab (Ebd., S. 489).

Wanda Penzias und ihre Schwester Gisela Penzias blieben beide unverheiratet und lebten gemeinsam zusammen in einer Wiener Wohnung. Den Erinnerungen Helene Penzias zufolge wurden beide am 6. Mai von Wien nach Maly Trostinec bei Wien deportiert und am 11. Mai 1942 ermordet (Ebd., S. 489).

Erstellt von Nazim Diehl