Zeitzeugenarchiv der Minsker Geschichtswerkstatt

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Neumark Ilse

Neumark Ilse

Gruppe 
Rassistisch Verfolgte (Jude/Jüdin)
Herkunftsland 
Deutschland
Geburtsort 
Düsseldorf
Beruf 
Stenotypistin
Deportationsdatum 
1941 November 10
Unterbringung/Inhaftierung 
Minsker Ghetto
Schicksal 
Todesumstände unbekannt
Berichtsart 
Familiengeschichte

Henriette Meyer (* 22. Juli 1866 in Aachen) heiratete den Kaufmann Eugen Neumark (* 15. Mai 1864 in Dobczyce, damals zu Österreich gehörend), der in der Salierstraße 5 in Düsseldorf eine Metallwarenhandlung betrieb. Ihre Tochter Ilse Marta kam am 29. Juni 1906 zur Welt. Sie besuchte das Cecilienlyzeum und absolvierte nach dem Abschluss eine Ausbildung zur Stenotypistin. Sie blieb unverheiratet.

Am 23. Februar 1939 zog die Familie in die Grafenberger Allee 78, das Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, das in der NS-Zeit um ein Altersheim für Mitglieder der Synagogengemeinde erweitert worden war.

Ilse Neumark wurde bereits am 10. November 1941 mit dem zweiten Düsseldorfer Deportationstransport in das Ghetto von Minsk gebracht worden. Danach verliert sich ihre Spur.

Ihre Eltern Henriette und Eugen Neumark wurden am 21. Juli 1942 mit anderen Bewohnern des Altersheims ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort starb Henriette am 12. August 1942. Eugen wurde am 26. September 1942 ins Vernichtungslager Treblinka gebracht und ermordet.

Erstellt von Hildegard Jakobs